Hallo ihr Lieben!
Seit dem Wochenende hat sich irgendwie auch bei mir bemerkbar gemacht, dass es auf Weihnachten zu geht:)
Samstag haben wir alles eingekauft, was man zum Plätzchen backen so braucht. So einfach wie sich das jetzt anhört war es aber irgendwie nicht:P Wir hatten geplant, für alle Kinder und das ganze Personal des Casas, sowie für ein paar weitere Freunde hier Plätzchen zu backen und waren deswegen dezent überfordert, die wievielfache Menge des Rezeptes wir dann kaufen müssten.
Erst hatten wir nach einigen verkorksten Rechnungen 100 Eier und 7kg Butter eingepackt… Zum Glück ist uns dann aber noch aufgefallen, dass das nicht stimmen kann und nach erneutem Nachrechnen kamen wir dann auf die realistischere Menge von 30 Eiern, 3kg Butter usw.
Hector hatte uns zum Backen zu sich nach Hause in seine Küche eingeladen, damit wir nicht die Casa-Küche blockieren mussten. Um 19 Uhr ging es dann los und zwar zu Beginn noch mit ganz viel Enthusiasmus:) Da aber der Ofen viel zu klein für die Menge Plätzchen und außerdem ein Gasofen war, wodurch wir die Plätzchen immer umdrehen mussten, damit sie nicht von unten verbrannten, war der Enthusiasmus dann auch irgendwann wieder verflogen…
Um 1 Uhr hatten wir dann die Hälfte des Teiges zu Plätzchen verbacken, uns geschworen nie wieder Plätzchen zu backen und die ein oder andere Brandblase mehr:P
Leider hat aber auch alles Meckern und Motzen nichts geholfen, am nächsten Abend mussten wir wieder ran, schließlich musste der restliche Teig ja noch in Plätzchen umgewandelt werden.
Diesen Abend haben wir aber dann in der Küche des Casas gebacken, was, auf Grund des größeren Ofens, um einiges schneller ging:)
Ich bin leider nach ca. der Hälfte der Zeit mit Magenkrämpfen ausgefallen und habe deshalb auch am Montag den ersten Tag auf der Arbeit gefehlt und somit den ersten Ferientag der Kids verpasst.
Dienstag ging es dann aber auch für mich wieder los. Und obwohl ich selbst zwar keine Ferien habe ist das Arbeiten um einiges entspannter! Morgens hat man keinen Zeitdruck und das Kämmen, das Frühstücken und Zähneputzen passiert mehr oder weniger in Ruhe und danach muss nur kurz Wäsche gefaltet werden und dann geht es raus zum Spielen in den Garten:)
Außerdem waren verschiedene Leute mit Sandwichs, „piñatas“ und super vielen Süßigkeiten da, um den Kindern kurz vor Weihnachten eine Freude zu bereiten. Wobei ich mir allerdings zwischendurch Sorgen machen musste, wann denn wohl das erste Kind vor lauter Süßigkeiten kotzen müsste, aber es ist alles drin geblieben;)
Gestern Morgen beim Frühstück ist allerdings etwas sehr ähnliches passiert…
Der kleinen Carmen aus meiner Gruppe aus meiner Gruppe hat die Milch, die es zum Frühstück gab nicht geschmeckt. Aber da hat nichts genutzt, was im Casa auf den Tisch kommt wird aufgegessen.
Deshalb hat das kluge Kind versucht, das letzte Drittel ihres Glases unbemerkt auf dem Tisch zu verschütten, um so ein leeres Glas vorweisen zu können. Der Teil mit dem verschütten hat auch funktioniert, nur das unbemerkt bleiben leider nicht… Deshalb gab es dann im Handumdrehen ein neues volles Glas Milch, das sie trinken sollte. Nach ungefähr der Hälfte des Glases kam die Milch dann leider rückwärts wieder raus:P Ich weiß nicht mehr, ob ich mir das Lachen verkneifen konnte…
Dienstagabend waren wir bei der Siijuve-Weihnachtsfeier. Neben leckerem Essen gab es den hier vor Weihnachten üblichen“ponche“, aber auch Glühwein, den Marleen gemacht hatte:)
Glücklicherweise hatte Jorge uns fünf Mädels angeboten, bei ihm zu Hause zu übernachten, sonst wäre das Arbeiten ohne vorher geschlafen zu haben am nächsten Morgen wohl kein Spaß geworden… Aber auch so waren wir ziemlich müde, mit fünf Leuten auf zwei Matratzen schläft es sich irgendwie nicht so gut und erholsam:P
Heute ist es also soweit, es ist Weihnachten! Ganz glauben kann ich es irgendwie immer noch nicht, vor allem, weil ich das erste Mal an Heilig Abend arbeiten musste und es eigentlich auch einfach iel zu warm ist, um Weihnachten zu sein;) Aber das ist jetzt dieses Jahr dann eben ein etwas anderes Weihnachten. Heute Abend geht es dann wie schon erzählt zu Fabiola nach Hause, wo wir gemeinsam mit ihrer Familie (und ich denke es wird nicht nur der engste Kreis sein) Weihnachten feiern und essen werden. Das allerdings wohl erst so gegen 22:30 Uhr. Schon wieder etwas das anders ist;) Also, abends nochmal schnell in die Casa-Küche flitzen, damit mir nicht schon um kurz nach 21 Uhr, wenn wir bei ihr ankommen der Magen knurrt;)
So, und weil eben heute wirklich Weihnachten ist, wollte ich euch an dieser Stelle „¡Feliz Navidad!“ bzw. „Frohe Weihnachten!“ wünschen! Und übrigens, ich lande am 23.8.2011 um 11:25 Uhr am Flughafen Düsseldorf;)¿Nos vemos?
Ich wünsche euch schöne Feiertage und provisorisch schonmal einen guten Rutsch ins neue Jahr, falls ich es vorher nicht mehr schaffen sollte, mich zu melden:)
Alles Liebe,
Judith
Freitag, 24. Dezember 2010
Freitag, 17. Dezember 2010
Große Tage
Hallo ihr Lieben!
Vorgestern war für meine „preescolares“ ein großer Tag! Sie waren von einem großen Supermarkt im Zentrum Pueblas eingeladen worden. In einem Kleintransporter für eigentlich neun Personen sind wir dann mit sechs Erwachsenen und 18 Kindern los gefahren:P Als wir um 12 Uhr am Supermarkt ankamen, bekam erst mal jedes Kind einen Mitarbeiterkittel und einen Besucherausweis umgehangen. Dann gab es für die Kinder von den Mitarbeitern des Supermarktes eine Führung durch die verschiedenen Abteilungen, bei der ihnen erklärt wurde, wo was steht und was man wo kaufen kann. Klingt vielleicht im ersten Moment jetzt gar nicht so spektakulär, aber wenn man bedenkt, dass es für die Kids keines Falls alltäglich ist in einen Supermarkt oder gar einkaufen zu gehen, kann man sich vielleicht die großen Augen und die offenen Münder vorstellen, mit denen sie durch den Supermarkt gelaufen sind!
Anschließend kam ein Clown, der den Kindern Witze erzählt, mit ihnen gespielt und kleine Zaubertricks vorgeführt hat. Zum Essen gab es dann Hot-Dogs und Pommes. Für die Kinder zu viel, für mich leider zu wenig, aber ich wollte auch nicht die Reste der Kinder essen, weil ich dachte, das sähe vielleicht etwas komisch aus;) Als alle mit dem Essen fertig waren, gab es für jedes Kind, immer von einigen der Mitarbeiter gekauft, ein Weihnachtsgeschenk.
Diesen Teil konnte ich leider nicht so ganz genießen… Alles fing mit Alejandra an, die plötzlich ganz dringend auf Klo musste und ging dann fröhlich so weiter: Immer, wenn ich mit einem Kind aus dem Bad wieder kam, musste das Nächste:P
Auch das Badezimmer war wie ein großer Abenteuerspielplatz für die Kinder. Toiletten, die, wenn man aufsteht, selber abziehen, Wasserhähne, die, wenn man die Hände drunter hält, automatisch das Wasser anmachen und Handtrockner, die, wenn man die Hände drunter hält, automatisch warme Luft auf die Hände pusten! Für die meisten Kinder ein riesen Spaß, nur zwei hatten totale Angst vor den bösen, Luft ausspuckenden Dinger, die dazu auch noch höllischen Lärm gemacht haben und durften sich deshalb die Hände an meiner Schürze, die wir immer zum Arbeiten tragen müssen, die Hände abtrocknen;)
Für Nachtisch und „piñatas“ war dann leider keine Zeit mehr, weshalb sie mit den Geschenken und dem Nachtisch in den Kofferraum verfrachtet und irgendwo im Casa untergebracht wurden…
Gestern war dann direkt der nächste große Tag:) Um 16 Uhr gab es im Kindergarten für und mit allen Kinder und Eltern eine große „posada“ (habe ich bereits in einem der vorherigen Beiträge erklärt).
Alle Gruppen des Kindergartens haben, verkleidet als Engel, Weihnachtsmänner oder in mexikanischen Trachten, Lieder vorgesungen und kleine Choreographien dazu aufgeführt. Anschließend gab es für jede Gruppe, wie sollte es auch anders sein:P, eine „piñata“ und in jedem Gruppenraum reichlich Essen und trinken. Wir fünf waren zum Glück auch eingeladen und es war echt schön für mich, auch mal zu sehen, was die Kinder immer für Aufführungen in der Schule haben und nicht nur die Kleidung dafür zu Hause rauszulegen:P Elisa und Alena waren dann in ihren Gruppen und haben ihren Kindergärtnerinnen geholfen und Melina, Franzi und ich sind von Gruppe zu Gruppe gelaufen, haben überall was zu Essen und zu Trinken abgestaubt und allen unseren Kindern „Hallo!“ bzw. „¡Hola!“ gesagt:)
Heute ging es fröhlich weiter;) Auch Karina, die wegen ihrer geistigen Behinderung auf eine andere Schule geht als die anderen Kinder, hatte in ihrer Schule eine „posada“ mit allem, was dazu gehört:)
An den ganzen Festen merke selbst ich armes, Weihnachtsstimmungs-loses Kind, dass die Zeit auf Weihnachten zurast und bin echt richtig froh, dass Fabiola uns eingeladen hat! Sonst hätten wir fünf uns bestimmt auch einen schönen Weihnachtsabend in unseren Zimmern im Casa gemacht, aber wohl eher so, wie wir es aus Deutschland gewohnt sind und eher weniger mexikanisch;) Aber so bekommen wir auch an Weihnachten etwas Neues und Spannendes zu sehen:)
Bis ganz bald, Judith
Vorgestern war für meine „preescolares“ ein großer Tag! Sie waren von einem großen Supermarkt im Zentrum Pueblas eingeladen worden. In einem Kleintransporter für eigentlich neun Personen sind wir dann mit sechs Erwachsenen und 18 Kindern los gefahren:P Als wir um 12 Uhr am Supermarkt ankamen, bekam erst mal jedes Kind einen Mitarbeiterkittel und einen Besucherausweis umgehangen. Dann gab es für die Kinder von den Mitarbeitern des Supermarktes eine Führung durch die verschiedenen Abteilungen, bei der ihnen erklärt wurde, wo was steht und was man wo kaufen kann. Klingt vielleicht im ersten Moment jetzt gar nicht so spektakulär, aber wenn man bedenkt, dass es für die Kids keines Falls alltäglich ist in einen Supermarkt oder gar einkaufen zu gehen, kann man sich vielleicht die großen Augen und die offenen Münder vorstellen, mit denen sie durch den Supermarkt gelaufen sind!
Anschließend kam ein Clown, der den Kindern Witze erzählt, mit ihnen gespielt und kleine Zaubertricks vorgeführt hat. Zum Essen gab es dann Hot-Dogs und Pommes. Für die Kinder zu viel, für mich leider zu wenig, aber ich wollte auch nicht die Reste der Kinder essen, weil ich dachte, das sähe vielleicht etwas komisch aus;) Als alle mit dem Essen fertig waren, gab es für jedes Kind, immer von einigen der Mitarbeiter gekauft, ein Weihnachtsgeschenk.
Diesen Teil konnte ich leider nicht so ganz genießen… Alles fing mit Alejandra an, die plötzlich ganz dringend auf Klo musste und ging dann fröhlich so weiter: Immer, wenn ich mit einem Kind aus dem Bad wieder kam, musste das Nächste:P
Auch das Badezimmer war wie ein großer Abenteuerspielplatz für die Kinder. Toiletten, die, wenn man aufsteht, selber abziehen, Wasserhähne, die, wenn man die Hände drunter hält, automatisch das Wasser anmachen und Handtrockner, die, wenn man die Hände drunter hält, automatisch warme Luft auf die Hände pusten! Für die meisten Kinder ein riesen Spaß, nur zwei hatten totale Angst vor den bösen, Luft ausspuckenden Dinger, die dazu auch noch höllischen Lärm gemacht haben und durften sich deshalb die Hände an meiner Schürze, die wir immer zum Arbeiten tragen müssen, die Hände abtrocknen;)
Für Nachtisch und „piñatas“ war dann leider keine Zeit mehr, weshalb sie mit den Geschenken und dem Nachtisch in den Kofferraum verfrachtet und irgendwo im Casa untergebracht wurden…
Gestern war dann direkt der nächste große Tag:) Um 16 Uhr gab es im Kindergarten für und mit allen Kinder und Eltern eine große „posada“ (habe ich bereits in einem der vorherigen Beiträge erklärt).
Alle Gruppen des Kindergartens haben, verkleidet als Engel, Weihnachtsmänner oder in mexikanischen Trachten, Lieder vorgesungen und kleine Choreographien dazu aufgeführt. Anschließend gab es für jede Gruppe, wie sollte es auch anders sein:P, eine „piñata“ und in jedem Gruppenraum reichlich Essen und trinken. Wir fünf waren zum Glück auch eingeladen und es war echt schön für mich, auch mal zu sehen, was die Kinder immer für Aufführungen in der Schule haben und nicht nur die Kleidung dafür zu Hause rauszulegen:P Elisa und Alena waren dann in ihren Gruppen und haben ihren Kindergärtnerinnen geholfen und Melina, Franzi und ich sind von Gruppe zu Gruppe gelaufen, haben überall was zu Essen und zu Trinken abgestaubt und allen unseren Kindern „Hallo!“ bzw. „¡Hola!“ gesagt:)
Heute ging es fröhlich weiter;) Auch Karina, die wegen ihrer geistigen Behinderung auf eine andere Schule geht als die anderen Kinder, hatte in ihrer Schule eine „posada“ mit allem, was dazu gehört:)
An den ganzen Festen merke selbst ich armes, Weihnachtsstimmungs-loses Kind, dass die Zeit auf Weihnachten zurast und bin echt richtig froh, dass Fabiola uns eingeladen hat! Sonst hätten wir fünf uns bestimmt auch einen schönen Weihnachtsabend in unseren Zimmern im Casa gemacht, aber wohl eher so, wie wir es aus Deutschland gewohnt sind und eher weniger mexikanisch;) Aber so bekommen wir auch an Weihnachten etwas Neues und Spannendes zu sehen:)
Bis ganz bald, Judith
Montag, 13. Dezember 2010
Schlange im Bad...
Hallo ihr Lieben!
Der dritte Advent ist schon vorbei und die Zeit rast auf Weihnachten zu! Das erste Weihnachten, dass ich nicht zu Hause mit meiner Familie feier, aber meine Eltern und meine Schwester kommen mich ja schon am 27.12. besuchen und dafür wird es dann das erste Silvester nach einigen Jahren, dass ich wieder mit meiner Familie feier;)
Mittwochs als wir grade mit den Kindern zur Schule wollten, hatte ich schon Willy und Alan, der morgens immer neben mir gehen will, an der Hand. Als Elisa dann die kleine Sayuri von den „maternales“, die morgens immer mit meinen „preescolares“ in die Schule fährt, weil sie schon in einer der oberen Klassen geht, vorbei gebracht hat, ist diese ganz zielstrebig auf Alan und mich zugelaufen, hat seine Hand aus meiner genommen und sich wie selbstverständlich zwischen uns gestellt und mich angelächelt. Ich hatte schon Angst, dass gleich die Welt untergeht, weil eigentlich findet Alan es gar nicht so lustig, wenn wer anders an meiner Hand geht, aber bei der kleinen Sayuri hat er sich irgendwie seinem Schicksal ergeben;)
Am Donnerstag waren wir abends bei Luis Familie zu Hause zu einer „posada“ eingeladen. „Posadas“ werden hier in der Zeit vor Weihnachten gefeiert und sollen an die Schwangerschaft Marias und die Suche Marias und Josefs nach einer Herberge erinnern. Natürlich sollen auch dabei die „piñatas“ nicht fehlen;) Franzi und ich mussten uns deswegen eine halbe Stunde lang in Küche und Bad verstecken, weil wir nicht mit verbundenen Augen nach der „piñata“ schlagen wollten:P
Freitagnachmittag waren wir grad alle in unsern Zimmern, als auf einmal Elisa ganz geschockt aus dem Bad kam und meinte da läge eine Schlange neben der Toilette!! Erst hat sich von Melina, Franzi und mir keiner getraut zu gucken, aber als ich dann doch geguckt habe, lag da echt eine schwarze Schlange. Wir waren schon am überlegen, ob wir erst ein Foto machen sollen, damit uns das in Deutschland auch alle glauben, und dann jemanden holen sollen, der die Schlange aus unserem Zimmer rausholt, als Melina und Franzi sich das Lachen dann doch nicht mehr verkneifen konnten… Einer der Fahrer hatte ihnen die Plastikschlange gegeben, um uns andere Mädels zu erschrecken und irgendwie hat das ja auch geklappt:P
Abends waren wir feiern, gezwungenermaßen wieder bis sechs Uhr morgens… Den Abend echt gut zum aushalten eigentlich, aber das ist halt leider nicht immer so und ich freu mich echt drauf, wenn ich nach dem Jahr wieder nach Hause kann, wann ich will!
Samstag wollten wir dann den nächsten Versuch starten, uns „Harry Potter“ anzugucken. Leider war aber die Vorstellung, die wir uns angucken wollten schon ausverkauft und die nächste hätte erst nach 22 Uhr geendet, so dass wir nicht mehr ins Casa gekommen wären – schon wieder so eine Schlüssel-Sache;) Dafür haben wir uns dann direkt Karten für Sonntagabend gekauft und waren gestern drin:) Außerdem waren wir Sonntagmittag nochmal nach Weihnachtsgeschenken und Mitbringseln Ausschau halten, der Markt kann echt süchtig machen;)
So viel an dieser Stelle zu mir;)
Alles Liebe, Judith
Der dritte Advent ist schon vorbei und die Zeit rast auf Weihnachten zu! Das erste Weihnachten, dass ich nicht zu Hause mit meiner Familie feier, aber meine Eltern und meine Schwester kommen mich ja schon am 27.12. besuchen und dafür wird es dann das erste Silvester nach einigen Jahren, dass ich wieder mit meiner Familie feier;)
Mittwochs als wir grade mit den Kindern zur Schule wollten, hatte ich schon Willy und Alan, der morgens immer neben mir gehen will, an der Hand. Als Elisa dann die kleine Sayuri von den „maternales“, die morgens immer mit meinen „preescolares“ in die Schule fährt, weil sie schon in einer der oberen Klassen geht, vorbei gebracht hat, ist diese ganz zielstrebig auf Alan und mich zugelaufen, hat seine Hand aus meiner genommen und sich wie selbstverständlich zwischen uns gestellt und mich angelächelt. Ich hatte schon Angst, dass gleich die Welt untergeht, weil eigentlich findet Alan es gar nicht so lustig, wenn wer anders an meiner Hand geht, aber bei der kleinen Sayuri hat er sich irgendwie seinem Schicksal ergeben;)
Am Donnerstag waren wir abends bei Luis Familie zu Hause zu einer „posada“ eingeladen. „Posadas“ werden hier in der Zeit vor Weihnachten gefeiert und sollen an die Schwangerschaft Marias und die Suche Marias und Josefs nach einer Herberge erinnern. Natürlich sollen auch dabei die „piñatas“ nicht fehlen;) Franzi und ich mussten uns deswegen eine halbe Stunde lang in Küche und Bad verstecken, weil wir nicht mit verbundenen Augen nach der „piñata“ schlagen wollten:P
Freitagnachmittag waren wir grad alle in unsern Zimmern, als auf einmal Elisa ganz geschockt aus dem Bad kam und meinte da läge eine Schlange neben der Toilette!! Erst hat sich von Melina, Franzi und mir keiner getraut zu gucken, aber als ich dann doch geguckt habe, lag da echt eine schwarze Schlange. Wir waren schon am überlegen, ob wir erst ein Foto machen sollen, damit uns das in Deutschland auch alle glauben, und dann jemanden holen sollen, der die Schlange aus unserem Zimmer rausholt, als Melina und Franzi sich das Lachen dann doch nicht mehr verkneifen konnten… Einer der Fahrer hatte ihnen die Plastikschlange gegeben, um uns andere Mädels zu erschrecken und irgendwie hat das ja auch geklappt:P
Abends waren wir feiern, gezwungenermaßen wieder bis sechs Uhr morgens… Den Abend echt gut zum aushalten eigentlich, aber das ist halt leider nicht immer so und ich freu mich echt drauf, wenn ich nach dem Jahr wieder nach Hause kann, wann ich will!
Samstag wollten wir dann den nächsten Versuch starten, uns „Harry Potter“ anzugucken. Leider war aber die Vorstellung, die wir uns angucken wollten schon ausverkauft und die nächste hätte erst nach 22 Uhr geendet, so dass wir nicht mehr ins Casa gekommen wären – schon wieder so eine Schlüssel-Sache;) Dafür haben wir uns dann direkt Karten für Sonntagabend gekauft und waren gestern drin:) Außerdem waren wir Sonntagmittag nochmal nach Weihnachtsgeschenken und Mitbringseln Ausschau halten, der Markt kann echt süchtig machen;)
So viel an dieser Stelle zu mir;)
Alles Liebe, Judith
Dienstag, 7. Dezember 2010
Weihnachtsbummel mal anders
Hallo zusammen!
Am Samstag waren wir bei Luis Gastfamilie zum Kaffee trinken eingeladen. Aus einer Tasse Kaffee wurde dann aber ein Grillen mit fast allen Freiwilligen aus Puebla;)
Manchmal denke ich echt, die Gastfreundschaft der Mexikaner ist fast grenzenlos!
Es war echt toll, wir saßen dann noch lange schön zusammen draußen am Grill, im Dezember wohl gemerkt (!), und haben uns unterhalten. Ins Kino, wo wir abends eigentlich noch hin wollten, haben wir es dann zwar nicht mehr geschafft, aber das lässt sich ja nachholen!
Sonntags ging es dann auch für uns los mit den Weihnachts-/Mitbringseleinkäufen. Nur dieses Jahr ein wenig anders als gewohnt: Statt dick eingepackt in stickigen Geschäften rum zu laufen, sind wir mit Sonnenbrille und T-Shirt über den wöchentlichen Markt in der Nähe des Zocalo gebummelt:) Am liebsten hätte ich einfach alles gekauft, weil einfach alles so schön war und überhaupt nicht teuer, aber als ich dann mal nachgerechnet habe wieviel Geld ich bis jetzt ausgegeben habe, dachte ich dann doch "Ok Judith, kauf die Mitbringsel vielleicht doch besser übers Jahr verteilt...!" Na ja, immerhin sind die Sachen super, also hat es sich doch gelohnt:P
Aber nächsten Sonntag gehen wir nochmal auf den Markt;)
Abends waren wir noch in einem Jazz-Konzert. Echt super schön! Besonders praktisch für uns ist, dass so viele kulturelle Veranstaltungen, wie beispielsweise auch das Konzert, hier umsonst angeboten werden. So scheitern unsere Überlegungen, sich etwas angucken zu gehen schonmal nicht am Geld:)
Gestern war im Casa von 14 bis 16 Uhr das Weihnachtsessen für die Mitarbeiter. In dieser Zeit haben wir fünf und viele der anderen Freiwilligen die Kinder gehütet, während das Personal im Garten gegessen, gequatscht und eine große Tombola veranstaltet hat. Wir durften uns nachher auch noch ein Stück Kuchen schnappen - lecker!! Allein für Kuchen, Torte und alles andere, was man an süßen Sachen in den Bäckereien hier kaufen kann lohnt sich meiner Meinung nach ein Besuch in Mexiko:)
Außerdem hat Fabiola, die im Büro des Casa arbeitet, uns alle fünf für Weihnachten zu sich nach Hause eingeladen:) Super lieb und nett von ihr und ihrer Familie!! Wir werden also nicht alleine in unserem Kabuff an Heilig Abend vor uns hinvegetieren:P
Wenn es was Neues gibt, melde ich mich wieder;)
Liebe Grüße, Judith
Am Samstag waren wir bei Luis Gastfamilie zum Kaffee trinken eingeladen. Aus einer Tasse Kaffee wurde dann aber ein Grillen mit fast allen Freiwilligen aus Puebla;)
Manchmal denke ich echt, die Gastfreundschaft der Mexikaner ist fast grenzenlos!
Es war echt toll, wir saßen dann noch lange schön zusammen draußen am Grill, im Dezember wohl gemerkt (!), und haben uns unterhalten. Ins Kino, wo wir abends eigentlich noch hin wollten, haben wir es dann zwar nicht mehr geschafft, aber das lässt sich ja nachholen!
Sonntags ging es dann auch für uns los mit den Weihnachts-/Mitbringseleinkäufen. Nur dieses Jahr ein wenig anders als gewohnt: Statt dick eingepackt in stickigen Geschäften rum zu laufen, sind wir mit Sonnenbrille und T-Shirt über den wöchentlichen Markt in der Nähe des Zocalo gebummelt:) Am liebsten hätte ich einfach alles gekauft, weil einfach alles so schön war und überhaupt nicht teuer, aber als ich dann mal nachgerechnet habe wieviel Geld ich bis jetzt ausgegeben habe, dachte ich dann doch "Ok Judith, kauf die Mitbringsel vielleicht doch besser übers Jahr verteilt...!" Na ja, immerhin sind die Sachen super, also hat es sich doch gelohnt:P
Aber nächsten Sonntag gehen wir nochmal auf den Markt;)
Abends waren wir noch in einem Jazz-Konzert. Echt super schön! Besonders praktisch für uns ist, dass so viele kulturelle Veranstaltungen, wie beispielsweise auch das Konzert, hier umsonst angeboten werden. So scheitern unsere Überlegungen, sich etwas angucken zu gehen schonmal nicht am Geld:)
Gestern war im Casa von 14 bis 16 Uhr das Weihnachtsessen für die Mitarbeiter. In dieser Zeit haben wir fünf und viele der anderen Freiwilligen die Kinder gehütet, während das Personal im Garten gegessen, gequatscht und eine große Tombola veranstaltet hat. Wir durften uns nachher auch noch ein Stück Kuchen schnappen - lecker!! Allein für Kuchen, Torte und alles andere, was man an süßen Sachen in den Bäckereien hier kaufen kann lohnt sich meiner Meinung nach ein Besuch in Mexiko:)
Außerdem hat Fabiola, die im Büro des Casa arbeitet, uns alle fünf für Weihnachten zu sich nach Hause eingeladen:) Super lieb und nett von ihr und ihrer Familie!! Wir werden also nicht alleine in unserem Kabuff an Heilig Abend vor uns hinvegetieren:P
Wenn es was Neues gibt, melde ich mich wieder;)
Liebe Grüße, Judith
Samstag, 4. Dezember 2010
Freiwillige
Hallo ihr Lieben!
Am Montag ist der "Tag der Freiwilligen", aber die Konferenz und das Frühstück für alle Freiwilligen der "Grupo voluntario mexicano-aleman", also die des Casas, des Basars und des Kindergartens waren schon gestern. Auch wir fünf deutschen Mädels waren eingeladen.
Die Verastaltung fand ganz in der Nähe des Casas auf dem Gelände eines Country Clubs statt. So ein Ort, der so reich und schick aussieht, dass ich mich leicht deplaziert fühle:P
Die Konferenz zum Thema "Warum ist es ein Privileg Freiwilliger zu sein?", die eigentlich für den Anfang geplant war, konnte leider nicht statt finden, weil die Frau, die diese vorbereitet hatt, auf Grund einer schweren Erkrankung ihres Sohnes nicht kommen konnte. Statt dessen wurde Senora Paty, die Direktorin des Casas rührend verabschiedet, weil sie bald, nach ca. zehnjähriger Arbeit im Casa, zurück in ihre Heimat Peru zieht. Außerdem konnte jede Freiwillige (ja, irgendwie sind es nur Frauen bei uns), die wollte, kurz berichten, warum es für sie ein Privileg ist in der "Grupo" als Freiwillige tätig zu sein. Es war für mich sehr interessant, die ganzen Geschichten und Hintergründe für ihre Motivation zu hören, weil bis jetzt habe ich die Freiwilligen eher als nette reiche Frauen gesehen, die Zeit und Geld genug haben, um im beispielsweise im Casa zu helfen.
Dieser Eindrück ist zwar nicht falsch, aber es steht noch weit mehr dahinter. Eine der Frauen, ist als Kind selber aus einem Heim adoptiert worden, andere hatten schwere Krankheiten und wollten danach anderen Menschen helfen. Also, ersten Eindrück überdenken!
Das Frühstück danach war dann übrigens das beste, was ich hier bis jetzt gegessen habe! Und das erste, dass ich mir unter der Woche nicht innerhalb von zehn Minuten rein würgen muss, weil danach den Kindern die Zähne geputzt werden müssen:P
Außerdem habe ich seit Donnerstag mein Visum:) Theoretisch könnte ich jetzt bis zum 22.11.2011 hier bleiben:P
Bis bald, Judith
Am Montag ist der "Tag der Freiwilligen", aber die Konferenz und das Frühstück für alle Freiwilligen der "Grupo voluntario mexicano-aleman", also die des Casas, des Basars und des Kindergartens waren schon gestern. Auch wir fünf deutschen Mädels waren eingeladen.
Die Verastaltung fand ganz in der Nähe des Casas auf dem Gelände eines Country Clubs statt. So ein Ort, der so reich und schick aussieht, dass ich mich leicht deplaziert fühle:P
Die Konferenz zum Thema "Warum ist es ein Privileg Freiwilliger zu sein?", die eigentlich für den Anfang geplant war, konnte leider nicht statt finden, weil die Frau, die diese vorbereitet hatt, auf Grund einer schweren Erkrankung ihres Sohnes nicht kommen konnte. Statt dessen wurde Senora Paty, die Direktorin des Casas rührend verabschiedet, weil sie bald, nach ca. zehnjähriger Arbeit im Casa, zurück in ihre Heimat Peru zieht. Außerdem konnte jede Freiwillige (ja, irgendwie sind es nur Frauen bei uns), die wollte, kurz berichten, warum es für sie ein Privileg ist in der "Grupo" als Freiwillige tätig zu sein. Es war für mich sehr interessant, die ganzen Geschichten und Hintergründe für ihre Motivation zu hören, weil bis jetzt habe ich die Freiwilligen eher als nette reiche Frauen gesehen, die Zeit und Geld genug haben, um im beispielsweise im Casa zu helfen.
Dieser Eindrück ist zwar nicht falsch, aber es steht noch weit mehr dahinter. Eine der Frauen, ist als Kind selber aus einem Heim adoptiert worden, andere hatten schwere Krankheiten und wollten danach anderen Menschen helfen. Also, ersten Eindrück überdenken!
Das Frühstück danach war dann übrigens das beste, was ich hier bis jetzt gegessen habe! Und das erste, dass ich mir unter der Woche nicht innerhalb von zehn Minuten rein würgen muss, weil danach den Kindern die Zähne geputzt werden müssen:P
Außerdem habe ich seit Donnerstag mein Visum:) Theoretisch könnte ich jetzt bis zum 22.11.2011 hier bleiben:P
Bis bald, Judith
Mittwoch, 1. Dezember 2010
Türchen und Geld
Hallo!
Heute ist der 1. Dezember, der Countdown bis Weihnachten geht los und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben keinen Adventskalender... Irgendwie war das bis jetzt immer etwas Selbstverständliches und ich hatte mir vorher gar keine Gedanken darüber gemacht, dass mir sowas fehlen könnte, aber es war heute morgen doch echt komisch und fehlt mir tatsächlich! Also, wenn mir nächstes Jahr jemand eine Freude machen will, ein Adventskalender wäre toll;)
Wo wir grad schonmal bei Geschenken sind: Am Montag war ich wieder mit Isaac bei der Sprachtherapie. Als wir dann fertig waren, mussten wir wie immer noch ein bisschen darauf warten, dass wir abgeholt werden und haben uns draußen in die Sonne gesetzt.
Ein paar Meter neben uns saß eine Familie, deren Sohn eine"torta" (ähnlich wie belegte Brötchen) gegessen hat. Und nach einiger Zeit haben sie dann Isaac auch eine angeboten, was ich echt total lieb von ihnen fand, weil sie uns ja im Prinzip gar nicht kannten oder wussten wer wir sind, sondern nur gesehen haben, dass da ein Kind mit seiner Betreuerin sitzt.
Gestern war Mary Paz letzter Arbeitstag hier im Casa, weil sie ihre Stunden für den "servicio social" abgeleistet hat. Heute war sie allerdings schon wieder da:P
Bei ihrer neuen Arbeit, eine Einrichtung die Spenden an ausgewählte Projekte verteilt, besucht sie nämlich die Projekte um zu gucken, wie das Geld verwendet wird. Weil ihre Organisation auch Geld für die neuen Bäder der "preescolares" bereit gestellt hat, war sie also heute hier, um sich anzusehen, wie die Arbeiten voran gehen. Leider sind die Arbeiter schon jetzt erheblich im Verzug und der vorgegebene Termin zur Fertigstellung, nämlich der 15. Januar, wird schwer einzuhalten sein. Aber wenn bis zu diesem Termin die beiden Bäder nicht fertig sind, werden die Gelder nicht bezahlt und das Casa bleibt auf den Kosten sitzen... Also Daumen drücken!
Wie ich außerdem heute auch erfahren habe, hat "Oxxo", eine Supermarktkette hier, für unser neues Haus gespendet. Aber das haben die an unseren Einkäufen dort bestimmt schon wieder raus:P
So, euch viel Spaß beim zweiten Türchen öffnen morgen;)
Alles Liebe, Judith
Heute ist der 1. Dezember, der Countdown bis Weihnachten geht los und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben keinen Adventskalender... Irgendwie war das bis jetzt immer etwas Selbstverständliches und ich hatte mir vorher gar keine Gedanken darüber gemacht, dass mir sowas fehlen könnte, aber es war heute morgen doch echt komisch und fehlt mir tatsächlich! Also, wenn mir nächstes Jahr jemand eine Freude machen will, ein Adventskalender wäre toll;)
Wo wir grad schonmal bei Geschenken sind: Am Montag war ich wieder mit Isaac bei der Sprachtherapie. Als wir dann fertig waren, mussten wir wie immer noch ein bisschen darauf warten, dass wir abgeholt werden und haben uns draußen in die Sonne gesetzt.
Ein paar Meter neben uns saß eine Familie, deren Sohn eine"torta" (ähnlich wie belegte Brötchen) gegessen hat. Und nach einiger Zeit haben sie dann Isaac auch eine angeboten, was ich echt total lieb von ihnen fand, weil sie uns ja im Prinzip gar nicht kannten oder wussten wer wir sind, sondern nur gesehen haben, dass da ein Kind mit seiner Betreuerin sitzt.
Gestern war Mary Paz letzter Arbeitstag hier im Casa, weil sie ihre Stunden für den "servicio social" abgeleistet hat. Heute war sie allerdings schon wieder da:P
Bei ihrer neuen Arbeit, eine Einrichtung die Spenden an ausgewählte Projekte verteilt, besucht sie nämlich die Projekte um zu gucken, wie das Geld verwendet wird. Weil ihre Organisation auch Geld für die neuen Bäder der "preescolares" bereit gestellt hat, war sie also heute hier, um sich anzusehen, wie die Arbeiten voran gehen. Leider sind die Arbeiter schon jetzt erheblich im Verzug und der vorgegebene Termin zur Fertigstellung, nämlich der 15. Januar, wird schwer einzuhalten sein. Aber wenn bis zu diesem Termin die beiden Bäder nicht fertig sind, werden die Gelder nicht bezahlt und das Casa bleibt auf den Kosten sitzen... Also Daumen drücken!
Wie ich außerdem heute auch erfahren habe, hat "Oxxo", eine Supermarktkette hier, für unser neues Haus gespendet. Aber das haben die an unseren Einkäufen dort bestimmt schon wieder raus:P
So, euch viel Spaß beim zweiten Türchen öffnen morgen;)
Alles Liebe, Judith
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