Hallo ihr Lieben:)
Nachdem ich jetzt schon des Öfteren dran erinnert worden bin, dass mein letzter Eitrag doch schon ein bisschen weiter zurück liege, muss ich dann wohl jetzt nochmal einen schreiben;)
Also, was ist seit dem letzten passiert? Ich war auf dem Zwischenseminar ca. 2 Stunden im Autobus von Puebla entfernt. Eigentlich gar nicht so weit weg, aber das Wetter war doch ein anderes. Man konnte von morgens bis abends in kurzer Hose und T-Shirt rumlaufen und im Pool schwimmen gehen, nur leider hatten wir ja irgendwie doch noch ein bisschen Programm und zu arbeiten und nicht nur Freizeit zum faulenzen;)
Thematisch ging es um unsere Erwartungen vor dem Jahr, was sich bestätigt oder als falsch erwiesen hat, was uns bis jetzt an unserem Jahr gefällt und wo wir noch Mecker-Bedarf haben und auch darum zu hören, wie es bei den anderen so läuft. Ein weiteres Thema war, wie man sich in einem neuen Land mit anderer Kultur einlebt und wie es nach einem Jahr sein wird, wieder in sein Land zurück zu kehren und ob man sich wohl ein zweites Mal fremd fühlen würde. Im Prinzip ja echt alles sehr interessante Themen, aber da sich darüber jeder Einzelne selbst wohl schon Gedanken gemacht hat, hätte ich dieses Camp wohl nicht unbedingt gebraucht. Aber trotzdem war es interessant nochmal andere Standpunkte zu hören und vor Allem habe ich mich super doll gefreut, alle anderen nochmal wieder zu sehen:)
Und dann war das Seminar irgendwie aber auch ganz schnell wieder vorbei und es ging wieder zurück ins "kalte" Puebla, wo ich dann noch drei Tage bei den "preescolares" gearbeitet habe.
Am Montag war es dann so weit, ich habe mit Alena getauscht und arbeite jetzt bei den "maternales", zusammen mit Elisa und mit meiner neuen Chefin Chela.
Der Tagesstart ist im Prinzip nicht anders, außer, dass volle Windels dazu gekommen sind. Aber wenn wir jetzt zum Kindergarten fahren, muss ich nicht wieder zurück ins Casa, sondern darf dort bleiben:)
Ich helfe im Kindergarten in Adrianas Gruppe mit, in der die kleinsten Kinder sind. Außer sechs von den "maternales" aus dem Casa, sind noch fünf weitere Kinder in der Gruppe. Wenn wir ankommen tanzen wir zur Begrüßung erstmal ein bisschen mit den Kindern zur Musik und dann wird gemalt, geturnt und/oder zum Musikunterricht gegeangen. Nach dem "lunch" (ja so heißt das auch im spanischen hier) haben alle Kinder des Kindergartens ca. eine halbe Stunde Pause, in der sie alle zusammen spielen. Danach haben meine Kinder im "salon" noch Zeit frei zu spielen, bis sie dann gegen halb eins abgeholt werden.
Im Casa wird sich dann umgezogen und gewickelt und dann geht es ab zum Mittagessen. Nach dem Mittagessen werden dann Zähne geputzt, Windeln gecheckt und dann geht es für die Kids los mit dem Mittagsschlaf. Elisa und ich müssen dann noch die Lätzchen von Essensresten befreien und waschen, die Windeln auffüllen, den Raum kehren und halt tun, was grad noch so ansteht und dann haben wir frei. Im Moment arbeite ich nicht viel länger, als ich auch bei den "preescolares" gearbeitet habe, aber das liegt daran, dass wir zur Zeit bei den "maternales" nur elf Kinder haben.
Die Arbeit macht mir echt Spaß, weil ich rund um die Uhr mit den Kindern zusammen bin und es im Kindergarten auch recht abwechslungsreich ist.
Am Donnerstag waren wir mit allen Kindern, Kindergärtnerinnen und Eltern auf einem Baernhof, wo wir in in vier Gruppen aufgeteilt die Tiere gezeigt bekommen haben. Für die Casa-Kinder ein echtes Erlebnis, weil mehr als einen Hund oder eine Katze auf dem Schulweg im Bus, haben die meisten noch nicht gesehen, weshalb einige auch richtig Angst vor den Tieren hatten;)
Letztes Wochenende waren wir über einen Freund von Siijuve auf einer Dorf-Hochzeit eingeladen. Als wir ankamen fand ich noch, dass das alles gar nicht so sehr nach einer mexikanischen Hochzeit aussah, weil alle nur an ihren Tischen saßen und ein bisschen Musik gespielt wurde. Aber als sich dann alle für einen Tanz aufstellen mussten ging es los. Bei dem Tanz wurden immer wieder Bier, Tequila und Zigaretten an alle Gäste verteilt und der Tanz ging ungelogen ca. 45 Minuten. Zwischendrin gab es dann plötzlich noch eine Bierdusche, auf die ich echt nicht eingestellt war und deshalb leider nicht schnell genug weglaufen konnte, aber so voll wie Elisa war ich nicht:P
So, ich hoffe ich habe euch jetzt erstmal wieder auf den neuesten Stand gebracht und keiner ist mehr unzufrieden;) Und das die Abstände zwischen den Einträgen immer länger werden tut mir leid, aber das wird sich glaub ich auch nicht mehr bessern, aber ich gebe mir Mühe, dass es nicht schlimmer wird;)
Alles Liebe, Judith
Freitag, 21. Januar 2011
Mittwoch, 5. Januar 2011
¡Feliz año nuevo!
Frohes neues Jahr, euch allen!
Seit meinem letzten Blogeintrag ist viel passiert, also fange ich mal an zu berichten;)
Zuerst Weihnachten: Morgens haben wir alle fünf ganz normal gearbeitet, ein echt komisches Gefühl:P Nach der Arbeit haben dann die anderen ihre Weihnachtspakete ausgepackt, zumindest die, die rechtzeitig angekommen sind… Weil ich selbst keins bekommen habe, da meine Familie alle Geschenke so mitgebracht hat, habe ich mich einfach dazu gesetzt und den anderen bei auspacken zugeguckt, auch ein komisches Gefühl. Dann ging es daran, die Geschenke für Fabiola und ihre Familie einzupacken und sich ein bisschen schick zu machen. Natürlich haben wir es trotz aller guten Vorsätze nicht geschafft noch eine Kleinigkeit zu essen, bevor wir um 19 Uhr abgeholt wurden.
So saßen wir dann also mit knurrenden Mägen bei Fabiola im Wohnzimmer, haben uns mit ihrer Familie unterhalten, die kleinen Hundewelpen ihrer Hündin verehrt und jede Nascherei, die es vor dem Essen schon gab weg geputzt. Um elf wurde dann gegessen, was allerdings mehr oder weniger in Etappen von statten gehen musste, weil der Esstisch für die ganze Familie und uns zu klein war. Es gab Fleisch, Fisch, Nudeln, Kartoffeln, Chilis in allen Variationen, Brot, Tortillas, Apfelsalat und Kuchen und am Ende des Essens knurrte dann auch endlich kein Magen mehr;)
Nach dem Essen gab es eine „piñata“. Ich war leider zu spät zur Stelle, um die herunterfallenden Süßigkeiten aufzusammeln, weil ich erst vor den herunterfallenden Orangen und anderem Obst und Gemüse in Deckung gegangen war, aber Hunger hatte ich ja eh nicht mehr. Später saßen wir dann wieder alle zusammen im Haus und haben uns weiter unterhalten.
Am 25.12. sind wir fünf Mädels zum Frühstück (von der Uhrzeit her wäre es wohl für meine Großeltern eher das Mittagessen gewesen) in ein Restaurant in der Nähe des Casas gegangen. Dort haben wir dann auch unsere Wichtelgeschenke verteilt, uns zum Glück alle gefreut und lecker gegessen. Später haben wir dann im Casa Spaghetti gemacht und „Bolto“, einen Kinderfilm, den Alena immer an Weihnachten schaut, geguckt.
Dann haben die anderen gepackt, sich verabschiedet, sind zum Busbahnhof gefahren und auf einmal war ich allein. Auch ein komisches Gefühl, wenn man sich sonst fast rund um die Uhr sieht!
Am nächsten Tag habe ich mich mit Roy und seiner Freundin Paula, die vor zwei Jahren auch im Casa war und vorher in Deutschland meine Patin war, um mir mögliche Fragen zu beantworten, getroffen.
Wir waren im Angelopolis Kaffee trinken, sind in Atlixco über einen Markt gelaufen und haben dort Tacos gegessen und waren abends noch bei Jorge zu Hause.
Ein sehr schöner Tag und er wäre bestimmt noch besser gewesen, wenn ich nicht die ganze Zeit so angespannt gewesen wäre, weil ich immer noch nicht sicher wusste, ob meine Familie trotz Schnee kommen kann:P
Montags auf der Arbeit habe ich dann die meiste Zeit auf die Uhr geguckt und war froh, als ich frei hatte, ins Internet konnte und gesehen habe, dass der Flieger in Düsseldorf gestartet war:) Dann ging es also los zum Busbahnhof, von dort zum Flughafen nach D.F. und dort erstmal warten. Und dann kamen endlich meine Eltern und meine Schwester:)
Den Weg den ich zum Flughafen hingekommen war ging es dann für alle wieder zurück und gegen 22:30 Uhr waren wir dann im Haus von Martha (eine Frau, die im Basar des Casas arbeitet), wo meine Eltern und meine Schwester und später auch ich gewohnt haben. Meine Eltern wären am liebsten direkt ins Bett gegangen, aber Vera und ich haben dann doch erst noch auf die nachträgliche Bescherung bestanden;)
Am nächsten Morgen ging es nach einem Frühstück bei Martha los in die Stadt, um diese zu besichtigen. Nach langer Zeit des Rumlaufens und Bestaunens sind wir abends noch in einer Bar etwas essen gegangen, wo ich dann erstmal meinen Papa von oben bis unten mit Salsa eingesaut habe und er dann richtig froh war, mehr als eine Jeans eingepackt zu haben. So richtig geschickt war ich ja noch nie…:P Danach habe ich die drei noch nach Hause gebracht und bin dann selbst wieder ins Casa gefahren, weil ich die nächsten drei Tage noch arbeiten musste. Diese Tage habe ich mich dann immer nach der Arbeit mit Eltern und Schwester in der Stadt getroffen und wir haben dort weitere Dinge besichtigt oder einfach gemeinsam einen Kaffee getrunken und gequatscht.
Einen Vormittag waren sie mit Luis in Cholula bei der Pyramide und als wir uns getroffen haben, hatten alle drei einen gewaltigen Sonnenbrand im Gesicht. Mit so viel Sonne im Winter hatten sie wohl nicht gerechnet;)
Am 31. Sind die drei dann zum Besuch ins Casa gekommen. Ich hatte schon frei und habe ihnen alles gezeigt. Als wir dann bei meinen „preescolares“ ankamen waren sie ruck zuck von Kindern umzingelt und wurden voll getextet, da dann es auch nichts, dass ich immer wieder gesagt habe, dass sie kein Spanisch können:P Ich habe dann mein Zeug gepackt und bin mit ihnen zu Martha gefahren, die uns dann ganz spontan eingeladen hat, abends mit ihrer Familie Silvester zu feiern. Das haben wir dann auch gemacht:)
Gefeiert wurde bei einer ihrer Töchter im Haus und es gab natürlich wieder viele lecker Sachen zu essen, wobei mein Papa bei den Jalapeños ein bisschen übertrieben hat und danach ziemlich viel Brot und eine weitere Portion Nudeln mit Sahnesoße brauchte, um das Feuer wieder aus seinem Mund zu verbannen.
Um 00:00 Uhr war es dann so weit, 2011! Statt Feuerwerk, das man nur von weitem ein bisschen hören, aber nicht sehen konnte, gab es für Jeden zwölf Trauben. Eine für jeden Monat und beim Essen konnte man sich für den jeweiligen Monat etwas wünschen, mal gucken, ob etwas daraus wird;) Und auch die Wunderkerzen, die mein Papa von den Kölner Lichtern mitgebracht hatte, sind gut angekommen:) Da kann man schon mal ein Jahr auf Feuerwerk verzichten, vor allem, wenn man eh Angst vor Böller hat;)
Am 1.1. haben wir dann ausgeschlafen oder eben das gemacht, was meine Eltern so unter ausschlafen verstehen. Nach einem leckeren Frühstück am Zocalo haben wir dann u.a. die Tickets nach Morelia gekauft, wo wir uns am nächsten Tag mit Luis und seiner Gastfamilie treffen wollten, die dort bei ihrer Familie Silvester gefeiert hatten.
Und so ging es am nächsten Tag ab in den Bus und nach sieben Stunden Fahrt kamen wir dann in Morelia an. Dort haben wir dann nur noch ein Hotel gesucht, sind was essen gegangen, haben uns mit Luis plus Familie in ein Café gesetzt und dann noch eine Art Theater-Tour über die alten Legenden Morelias geguckt. Leider habe ich nicht alles mitbekommen, weil ich immer wieder für Vera übersetzen musste und in der Zeit nicht zuhören konnte. Aber es war sehr schön und ich werde eine solche Tour auch mal in Puebla mitmachen! Zum Hotel zurück gefahren hat uns dann Luis Gastonkel in seiner „camioneta“, mit der er sonst tagsüber als Busfahrer unterwegs ist:)
Montags ging es dann kreuz und quer durch das Zentrum der Stadt, um möglichst alles zu sehen, was man gesehen haben sollte und möchte. Abends saßen wir dann alle fix und fertig am Busbahnhof und haben darauf gewartet in den Bus zu können, um endlich die Augen zu zumachen;)
Am 4.1. kamen wir dann ganz früh morgens wieder in Puebla an, wo wir dann erst noch ein bisschen geschlafen haben, bevor es in die Stadt ging, um Mitbringsel zu kaufen und dort noch einen Kaffee zu trinken und „papas locas“ zu essen, die meine Schwester unbedingt noch probieren wollte. Anschließend ging es zum packen nach Hause und abends waren wir noch mit Martha essen:)
Heute Morgen war die Zeit dann auch schon wieder rum und meine Familie verabschiedete sich erst von Martha und später am Busbahnhof auch wieder von mir. Jetzt sitzen die drei schon im Flugzeug und ich wieder im Casa in meinem Zimmer.
Schon wieder alleine, weil die anderen vier noch arbeiten und ich heute noch frei hab;)
Aber morgen muss auch ich wieder ran. Allerdings nur einen Tag, weil wir von Freitag bis Dienstag das Zwischenseminar haben. Da freue ich mich auch schon wieder drauf, alle wieder zu sehen und zu hören, wie es ihnen bis jetzt so ergangen ist:)
Bis nach dem Seminar;)
Alles Liebe, Judith
Seit meinem letzten Blogeintrag ist viel passiert, also fange ich mal an zu berichten;)
Zuerst Weihnachten: Morgens haben wir alle fünf ganz normal gearbeitet, ein echt komisches Gefühl:P Nach der Arbeit haben dann die anderen ihre Weihnachtspakete ausgepackt, zumindest die, die rechtzeitig angekommen sind… Weil ich selbst keins bekommen habe, da meine Familie alle Geschenke so mitgebracht hat, habe ich mich einfach dazu gesetzt und den anderen bei auspacken zugeguckt, auch ein komisches Gefühl. Dann ging es daran, die Geschenke für Fabiola und ihre Familie einzupacken und sich ein bisschen schick zu machen. Natürlich haben wir es trotz aller guten Vorsätze nicht geschafft noch eine Kleinigkeit zu essen, bevor wir um 19 Uhr abgeholt wurden.
So saßen wir dann also mit knurrenden Mägen bei Fabiola im Wohnzimmer, haben uns mit ihrer Familie unterhalten, die kleinen Hundewelpen ihrer Hündin verehrt und jede Nascherei, die es vor dem Essen schon gab weg geputzt. Um elf wurde dann gegessen, was allerdings mehr oder weniger in Etappen von statten gehen musste, weil der Esstisch für die ganze Familie und uns zu klein war. Es gab Fleisch, Fisch, Nudeln, Kartoffeln, Chilis in allen Variationen, Brot, Tortillas, Apfelsalat und Kuchen und am Ende des Essens knurrte dann auch endlich kein Magen mehr;)
Nach dem Essen gab es eine „piñata“. Ich war leider zu spät zur Stelle, um die herunterfallenden Süßigkeiten aufzusammeln, weil ich erst vor den herunterfallenden Orangen und anderem Obst und Gemüse in Deckung gegangen war, aber Hunger hatte ich ja eh nicht mehr. Später saßen wir dann wieder alle zusammen im Haus und haben uns weiter unterhalten.
Am 25.12. sind wir fünf Mädels zum Frühstück (von der Uhrzeit her wäre es wohl für meine Großeltern eher das Mittagessen gewesen) in ein Restaurant in der Nähe des Casas gegangen. Dort haben wir dann auch unsere Wichtelgeschenke verteilt, uns zum Glück alle gefreut und lecker gegessen. Später haben wir dann im Casa Spaghetti gemacht und „Bolto“, einen Kinderfilm, den Alena immer an Weihnachten schaut, geguckt.
Dann haben die anderen gepackt, sich verabschiedet, sind zum Busbahnhof gefahren und auf einmal war ich allein. Auch ein komisches Gefühl, wenn man sich sonst fast rund um die Uhr sieht!
Am nächsten Tag habe ich mich mit Roy und seiner Freundin Paula, die vor zwei Jahren auch im Casa war und vorher in Deutschland meine Patin war, um mir mögliche Fragen zu beantworten, getroffen.
Wir waren im Angelopolis Kaffee trinken, sind in Atlixco über einen Markt gelaufen und haben dort Tacos gegessen und waren abends noch bei Jorge zu Hause.
Ein sehr schöner Tag und er wäre bestimmt noch besser gewesen, wenn ich nicht die ganze Zeit so angespannt gewesen wäre, weil ich immer noch nicht sicher wusste, ob meine Familie trotz Schnee kommen kann:P
Montags auf der Arbeit habe ich dann die meiste Zeit auf die Uhr geguckt und war froh, als ich frei hatte, ins Internet konnte und gesehen habe, dass der Flieger in Düsseldorf gestartet war:) Dann ging es also los zum Busbahnhof, von dort zum Flughafen nach D.F. und dort erstmal warten. Und dann kamen endlich meine Eltern und meine Schwester:)
Den Weg den ich zum Flughafen hingekommen war ging es dann für alle wieder zurück und gegen 22:30 Uhr waren wir dann im Haus von Martha (eine Frau, die im Basar des Casas arbeitet), wo meine Eltern und meine Schwester und später auch ich gewohnt haben. Meine Eltern wären am liebsten direkt ins Bett gegangen, aber Vera und ich haben dann doch erst noch auf die nachträgliche Bescherung bestanden;)
Am nächsten Morgen ging es nach einem Frühstück bei Martha los in die Stadt, um diese zu besichtigen. Nach langer Zeit des Rumlaufens und Bestaunens sind wir abends noch in einer Bar etwas essen gegangen, wo ich dann erstmal meinen Papa von oben bis unten mit Salsa eingesaut habe und er dann richtig froh war, mehr als eine Jeans eingepackt zu haben. So richtig geschickt war ich ja noch nie…:P Danach habe ich die drei noch nach Hause gebracht und bin dann selbst wieder ins Casa gefahren, weil ich die nächsten drei Tage noch arbeiten musste. Diese Tage habe ich mich dann immer nach der Arbeit mit Eltern und Schwester in der Stadt getroffen und wir haben dort weitere Dinge besichtigt oder einfach gemeinsam einen Kaffee getrunken und gequatscht.
Einen Vormittag waren sie mit Luis in Cholula bei der Pyramide und als wir uns getroffen haben, hatten alle drei einen gewaltigen Sonnenbrand im Gesicht. Mit so viel Sonne im Winter hatten sie wohl nicht gerechnet;)
Am 31. Sind die drei dann zum Besuch ins Casa gekommen. Ich hatte schon frei und habe ihnen alles gezeigt. Als wir dann bei meinen „preescolares“ ankamen waren sie ruck zuck von Kindern umzingelt und wurden voll getextet, da dann es auch nichts, dass ich immer wieder gesagt habe, dass sie kein Spanisch können:P Ich habe dann mein Zeug gepackt und bin mit ihnen zu Martha gefahren, die uns dann ganz spontan eingeladen hat, abends mit ihrer Familie Silvester zu feiern. Das haben wir dann auch gemacht:)
Gefeiert wurde bei einer ihrer Töchter im Haus und es gab natürlich wieder viele lecker Sachen zu essen, wobei mein Papa bei den Jalapeños ein bisschen übertrieben hat und danach ziemlich viel Brot und eine weitere Portion Nudeln mit Sahnesoße brauchte, um das Feuer wieder aus seinem Mund zu verbannen.
Um 00:00 Uhr war es dann so weit, 2011! Statt Feuerwerk, das man nur von weitem ein bisschen hören, aber nicht sehen konnte, gab es für Jeden zwölf Trauben. Eine für jeden Monat und beim Essen konnte man sich für den jeweiligen Monat etwas wünschen, mal gucken, ob etwas daraus wird;) Und auch die Wunderkerzen, die mein Papa von den Kölner Lichtern mitgebracht hatte, sind gut angekommen:) Da kann man schon mal ein Jahr auf Feuerwerk verzichten, vor allem, wenn man eh Angst vor Böller hat;)
Am 1.1. haben wir dann ausgeschlafen oder eben das gemacht, was meine Eltern so unter ausschlafen verstehen. Nach einem leckeren Frühstück am Zocalo haben wir dann u.a. die Tickets nach Morelia gekauft, wo wir uns am nächsten Tag mit Luis und seiner Gastfamilie treffen wollten, die dort bei ihrer Familie Silvester gefeiert hatten.
Und so ging es am nächsten Tag ab in den Bus und nach sieben Stunden Fahrt kamen wir dann in Morelia an. Dort haben wir dann nur noch ein Hotel gesucht, sind was essen gegangen, haben uns mit Luis plus Familie in ein Café gesetzt und dann noch eine Art Theater-Tour über die alten Legenden Morelias geguckt. Leider habe ich nicht alles mitbekommen, weil ich immer wieder für Vera übersetzen musste und in der Zeit nicht zuhören konnte. Aber es war sehr schön und ich werde eine solche Tour auch mal in Puebla mitmachen! Zum Hotel zurück gefahren hat uns dann Luis Gastonkel in seiner „camioneta“, mit der er sonst tagsüber als Busfahrer unterwegs ist:)
Montags ging es dann kreuz und quer durch das Zentrum der Stadt, um möglichst alles zu sehen, was man gesehen haben sollte und möchte. Abends saßen wir dann alle fix und fertig am Busbahnhof und haben darauf gewartet in den Bus zu können, um endlich die Augen zu zumachen;)
Am 4.1. kamen wir dann ganz früh morgens wieder in Puebla an, wo wir dann erst noch ein bisschen geschlafen haben, bevor es in die Stadt ging, um Mitbringsel zu kaufen und dort noch einen Kaffee zu trinken und „papas locas“ zu essen, die meine Schwester unbedingt noch probieren wollte. Anschließend ging es zum packen nach Hause und abends waren wir noch mit Martha essen:)
Heute Morgen war die Zeit dann auch schon wieder rum und meine Familie verabschiedete sich erst von Martha und später am Busbahnhof auch wieder von mir. Jetzt sitzen die drei schon im Flugzeug und ich wieder im Casa in meinem Zimmer.
Schon wieder alleine, weil die anderen vier noch arbeiten und ich heute noch frei hab;)
Aber morgen muss auch ich wieder ran. Allerdings nur einen Tag, weil wir von Freitag bis Dienstag das Zwischenseminar haben. Da freue ich mich auch schon wieder drauf, alle wieder zu sehen und zu hören, wie es ihnen bis jetzt so ergangen ist:)
Bis nach dem Seminar;)
Alles Liebe, Judith
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